Am Sonntagabend war es wieder so weit: Nach einem kräftigen dreifachen „Prozele hom hom“ zogen das Prinzenpaar, der Elferrat, die Garden, Vorstandsmitglieder sowie Vertreter des Fastnachtsverbands Franken gemeinsam mit dem Altardienst zu den Klängen des Narrhalla-Marsches in die Kirche ein.
Nach dem Eingangslied „Gottes Liebe ist so wunderbar“ begrüßten Anja Keller und Pastoralreferentin Marie-Bernadette Reichert die große, bunt kostümierte Schar. In ihrer gereimten Begrüßung freuten sie sich über die vielen fröhlichen Gesichter und stimmten die Besucher auf das Motto des Gottesdienstes ein: Barmherzigkeit und Nächstenliebe.
Thematisch war der Gottesdienst an das diesjährige Faschingsmotto „Die Räuber sind außer Rand und Band, der Spessart ist in Dabbehand“ angelehnt. Im Mittelpunkt stand dabei der Bibeltext vom barmherzigen Samariter, den Harald Koch in Reimform vortrug. Die Wortgottesfeier wurde von Marie-Bernadette Reichert gemeinsam mit Anja Keller geleitet.
Ein besonderer Höhepunkt war das Anspiel anstelle der Predigt: Anja Keller, verkleidet als Spessarträuber, und Marie-Bernadette Reichert in der Rolle von Robin Hood stellten materielle und immaterielle Schätze gegenüber. Passend dazu waren zwei Schatztruhen in der Kirche versteckt, die von den Kindern gesucht und nach vorne gebracht wurden. Die Botschaft des Anspiels: Es lohnt sich, auch nach Werten wie Gemeinschaft, Talenten, dem Glitzern in den Augen, Gesundheit und Liebe Ausschau zu halten. Die Gottesdienstbesucher wurden aktiv eingebunden und signalisierten lautstark ihre Bereitschaft, genau das im Alltag zu leben.
Die Fürbitten wurden von der amtierenden Prinzessin Nadine I. sowie Mitgliedern des CCD vorgetragen. Dabei wurde auch der verstorbenen Vereinsmitglieder gedacht.
Ein weiteres Highlight des Gottesdienstes war das Halleluja, das unter der Regie der Pastoralreferentin in verteilten Rollen und mit Bewegungen gesungen wurde – ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass ein Gottesdienst durchaus Freude machen darf.
Zum Abschluss bedankte sich Anja Keller in Reimform bei allen Mitwirkenden und Besuchern, insbesondere bei Pastoralreferentin Marie-Bernadette Reichert, Organist Steffen Hörst, der Solosängerin Maxima Schwarze, dem Gitarristen Christian Giegerich sowie beim CCD mit Prinzenpaar, Elferrat und Garden.
Beim schwungvollen Schlusslied „Gute Laune“, mitreißend gesungen von Maxima Schwarze, bebte die Kirche und alle machten begeistert mit. Das volle Gotteshaus und die vielen positiven Rückmeldungen lassen hoffen, dass es nicht der letzte Faschingsgottesdienst in Prozele gewesen ist.
Text: Anja Keller

